Wir vs. AdBlocker - 3 Tipps wie man weiterhin Kunden erreicht.

veröffentlicht am: 23. Januar 2020

Wusstet ihr schon, dass 4 von 10 Personen noch nie etwas von AdBlockern gehört haben? Vielleicht seid ihr ja einer davon? Ihr glücklichen! Naja, das heißt aber auch, dass sich 6 von 10 damit schon befasst haben und mindestens drei davon bereits einen AdBlocker nutzen. Für Werbetreibende hatte dies 2018 bereits einen finanziellen Schaden von 21 Millionen Euro.

Dieser Umstand könnte u.a. durch Richtlinien zum Schutz für Werbetreibende behoben werden, z.B. "No Impression, No Charge" - hier entstehen für den Werbetreibenden nämlich nur Gebühren, wenn die Ads auch tatsächlich gesehen werden. Bis sich so etwas durchgesetzt hat, ein paar Tipps zusammengestellt, wie man trotz AdBlocker noch an Klicks kommt.

Tipp #1: Die richtige Platzierung

Bestmögliche Reichweite an Kunden erzielen mobile Werbeanzeigen. AdBlocker werden laut IAB nur bis zu 6% auf Smartphones genutzt und bis zu 24% auf Rechnern und Laptops. Aber Obacht, das kann sich auch schnell ändern, wenn Tech-Firmen die AdBlocker-Unterstützung primär zulassen wie bspw. Mozilla Firefox oder iOS9.

Tipp #2: Das richtige Werbemittel

Als ein neues Level der Werbebranche werden Native Ads angesehen, die sich nicht von ihrer Platzierungsumgebung unterscheiden und dazugehörig wirken. Ihr Nachteil, nicht hervorzustechen wie normale Werbebanner, ist gleichzeitig ihr Vorteil. Sie umgehen die AdBlocker, werden idealerweise kontextuell eingebunden auf den zweiten Blick erst erkannt, und dadurch als weniger störend wahrgenommen. Und sie erhöhen die Kaufabsichten um bis zu 20%.

Tipp #3: Die richtige Message

Videos mit Belohnungseffekt sind nicht nur für den Werbetreibenden gewinnbringend, sondern auch für den User - da es die eigene Entscheidung des Nutzers ist, Werbung anzusehen, um Belohnungen wie Spielwährungen, einmalige Angebote oder andere Preise zu erhalten. Diese Marketingstrategie wird nicht als aufdringlich, sondern als fair empfunden und kann bis zu 20-40% höhere Gewinne erzielen. Wenn ein Banner also keine super gute Story verbreitet, hat es immer noch den eigentlichen Werbezweck zur Auswahl und verbreitet Rabatte oder ähnliche Aktionen.

Ein weiterer Gedankenanstoß: Viele User bedenken nicht, dass Werbeanzeigen auf Websites dazu dienen, diese finanziell zu unterstützen. Das bedeutet, dass bei geringen Werbeeinnahmen der Inhalt und die Qualität der Website unter Umständen nicht mehr gehalten werden kann. Auch darauf machen Websites zunehmend aufmerksam, sobald sie einen aktivierten Adblocker erkennen.

Seit 2017 beschäftigt sich u.a. IAB UK Gold Standard und die Coalition for Better Ads damit, einen weltweiten Standard zu erschaffen und erforschen dahingehend die User Experience bei Interaktion mit Werbemitteln. Viele Werbeformate wurden somit bereits aus dem Platzierungsangebot gefiltert, wie z.B. Pop-Ups und Autoplay Ads.

Vermarkter und Werbetreibende müssen also kollektiv Verantwortung übernehmen und praktische Lösungsansätze finden, die die Qualität der Ads verbessern und das Verhalten der Nutzer nicht negativ unterbrechen.

Quellen:

Nachtrag 12.02.2020:

Um hochwertigen, redaktionellen Content zu unterstützen und in Werbeflächen Nutzerfreundlichkeit noch mehr zu fokussieren, können folgenden Beobachtungen hilfreich sein:

Ein weiteres neues Konzept für AdBlocking unterbreitet Tony Haile's Startup "Scroll". Wie jeder anderer AdBlock-Service sorgt "Scroll" dafür, dass Werbeanzeigen für den User verborgen werden. Nachteil davon war bisher, dass Publishern damit nichts Gutes getan wurde, da sie dadurch kein Geld verdienten. Durch "Scroll" sollen nun bei Benutzung des AdBlockers die Publisher auch einen Teil davon erhalten, obwohl deren Werbeanzeige nicht gesehen werden.

"Scroll" ist ein kostenpflichtiger Service bei $5 im Monat für den Nutzer. Davon behält sich Haile 30% ein, der Rest geht an die Publisher.

Es ist eine mögliche Alternative - oder man strebt authentische Werbung an und produziert ästhetische Banner, die dem Nutzer zusprechen und zum ersehnten Klick führen.

Quellen:

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