Reduce, Reuse, Recycle, Rihanna - Review der Web Development Trends 2020

veröffentlicht am: 17. März 2020

1: Reduce

Ladezeiten sind, neben weiteren Faktoren, entscheidend für gute User Experience (UX) im Web. Google wird in Zukunft Webseiten mit schlechten Ladezeiten im Ranking abwerten und zusätzlich die Performance der Webseite mit Ampelfarben kennzeichnen. Aus diesem Grund ist der Einsatz sogenannter Bundler wie WebPack, GULP etc. empfehlenswert. Damit können CSS und JavaScript Dateien gebündelt und komprimiert werden, was wiederum zu besseren Ladezeiten führt.

Des Weiteren gilt es bei der Verwendung eines CSS-Frameworks auch das geeignete für seine Projekte zu finden. Es muss nicht immer Bootstrap sein! Das noch verhältnismäßig junge CSS-Framework „Tailwind CSS“ verfolgt hier einen interessanten Ansatz und kann, ähnlich einem Baukasten, individuell an die Anforderungen der Projekte angepasst werden.

Internet of Things (IOT) und smarte Geräte erhalten zunehmend einen festen Platz im täglichen Leben. Ein gutes Content Management ist dafür besonders wichtig, um Redundanzen zu vermeiden und Inhalte für alle Geräte gleichermaßen zur Verfügung zu stellen. Anwendungsschnittstellen, kurz API’s, bieten dafür die ideale Grundlage.

2: Reuse

Die Wiederverwendung von Codebausteinen kann zusätzlich die Entwicklungsarbeit beschleunigen. Durch die Verwendung von Web- bzw. Custom Components lässt sich eine Bibliothek von individuellen Komponenten erschaffen, die stets in anderen Projekten erneut eingesetzt werden kann.

Eine Software zur Versionsverwaltung wie beispielsweise GIT kann ebenfalls dazu beitragen Ordnung in die Entwicklung zu bringen. Die dezentral in sogenannten Repositiories angelegten Schnappschüsse dienen zusätzlich dem Schutz vor Datenverlust.

3: Recycle

TypeScript ermöglicht unter anderem eine Typisierung in JavaScript. So lässt sich JavaScript-Code in einer konsequenteren Variante schreiben, was wiederum hilfreich ist wenn bestehender Code später noch einmal angepasst werden soll.

Web Assembly ermöglicht es teilweise komplette Anwendungen aus anderen Programmiersprachen in das Web beziehungsweise den Browser zu portieren. Da es sich hier noch nicht um einen weit verbreiteten Standard handelt wird Web Assembly stetig weiterentwickelt und bietet in Zukunft interessante Anwendungsmöglichkeiten.

4: Rihanna

JavaScript gehört nach wie vor zu einer der beliebtesten Programmiersprachen. In Verbindung mit Electron können mit JavaScript, HTML und CSS plattformübergreifende Desktop-Anwendungen erstellt werden. Im mobilen Bereich sind mittels Progressive Web Apps (PWA) ebenfalls native Apps möglich, die sogar Offline nutzbar gemacht werden können.

5: Rethink

Wie bereits erwähnt wird Internet of Things (IOT) einen festen Platz in unserem Leben bekommen. Um die Erstellung der dafür notwendigen API’s zu erleichtern gehen Content Management Systeme (CMS) neue Wege und verfolgen den „Headless“-Ansatz. Also die Trennung von Backend und Frontend. So verfügt beispielsweise das weit verbreitete WordPress über eine eigene REST-API Schnittstelle.

Machine Learning (ML) und Artificial Intelligence (AI) bleiben ebenfalls ein spannendes Thema. Aus dem Bereich der Sprachassistenten sind uns diese Dienste bekannt. Die Fähigkeit der Systeme große Datenmengen zu analysieren kann aber auch unter anderem in der medizinischen Forschung neue Ansätze liefern und bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen.

Quellen:

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